Die 18 Warfendörfer

|   Greetsiel

Das Fischerdorf Greetsiel und die 18 Warfendörfer bilden zusammen die Gemeinde Krummhörn. Entdecken Sie die urigen Dörfer, die beeindruckende Natur am Wattenmeer und den unendlich weiten Himmel. Ein attraktiver und erholsamer Urlaub für Jung und Alt ist hier garantiert.

Campen
In Campen finden Sie zwei imposante Gulfhöfe, die zu einem Landwirtschaftsmuseum umgebaut wurden. Das Museum gibt Einblicke in die schwere Landarbeit vor gar nicht allzu langer Zeit.
Das kleine Dorf beheimatet zwei Kirchen. Zu der imposanten Kirche aus dem 13. Jahrhundert gehört noch ein freistehender Glockenturm. Die zweite Kirche ist neueren Datums und gehört der Altreformierten Gemeinde.
Besonders beeindruckend ist jedoch der 65 m hohe Campener Leuchtturm von 1892, der mit seiner Stahlbeinkonstruktion an den Eiffelturm erinnert. Er ist der höchste Leuchtturm in Deutschland.

Canum
In dem kleinen Warfendorf Canum steht eine schöne romanische Kirche. Weit über die Grenzen der Ferienregion Krummhörn-Greetsiel hinaus bekannt sind die alljährlich stattfindenden Canumer Sommerkonzerte, die in dieser Kirche durchgeführt werden.
Auch der alte Ortskern mit seinen kleinen Gassen und idyllischen Häusern ist immer wieder einen Spaziergang wert. Canum liegt - wie die meisten der Krummhörner Dörfer - an einem verzweigten grossen Netz von Kanälen, die der Entwässerung, aber auch in früheren Zeiten als Verkehrswege, dienten.

Eilsum
Auf der höchsten Stelle der Warf in Eilsum steht die schon von weitem sichtbare Kirche Eilsums. Dabei handelt es sich um die einzige Chorturmkirche Ostfrieslands. Lothar de Riese schrieb dazu: "Für jeden Kunstkenner lohnt es sich, die mächtige Kirche, die manchem viel zu groß für ein Bauerndorf erscheinen mag, und ihren 36 m hohen Glockenturm, einmal kennen zu lernen."
Über einen Bootsanleger ist Eilsum auch auf dem umfangreichen ostfriesischen Kanalnetz per Wasserweg zu erreichen.

Freepsum
Freepsum ist ein typisches Warfendorf. Bekannt geworden ist diese Ortschaft insbesondere durch den "Tiefsten Punkt".

Im Ort gibt es eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Das Innere der Kirche ist ein Beispiel für den schlichten Rechteckeinraum. Die ursprüngliche Form der Fenster ist noch an der Nordseite der Kirche erkennbar.
Der Verein Landkultur Freepsum e.V. hat sich mit seinen außergewöhnlichen Konzertreihen im historischen Gulfhof und in der historischen Kirche, mit international bekannten Künstlern, weit über die Grenzen der Krummhörn und Ostfrieslands einen Namen gemacht.

Grimersum
Die historische Kirche in Grimersum ist aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt den Grabstein von Eggerik Beninga, dem Verfasser der "Cronica der Fresen". Das Warfendorf Grimersum liegt auf einer sogenannten Längswarf. Bis auf Grimersum und Groothusen sind alle anderen Dörfer in der Krummhörn Rundwarfendörfer.
Auch dieses Dorf ist an das umfangreiche ostfriesische Kanalnetz angeschlossen. Hier gibt es einen kleinen Bootshafen und einen Bootsanleger.

Hamswehrum
Hamswehrum ist ein kleines Warfendorf in der Gemeinde Krummhörn. Wie in allen Dörfern der Krummhörn gibt es auch hier eine historische Kirche. In der Nähe des Deiches befindet sich die Deichschäferei Leeshaus. Von hier aus werden die Deiche mit den Schafsherden bewirtschaftet.

Schafe sind dabei nicht nur für die Begrasung der Deiche zuständig, sondern haben auch die Funktion, die Deiche mit ihren kleinen Pfoten immer wieder festzutreten.

Groothusen
Das historische Warfendorf Groothusen wurde auf einer Längswarf errichtet.  Die Kirche steht am Ende der Warf und nicht, wie in unseren typischen Rundwarfendörfern, in der Mitte des Dorfes. Die mächtige Kirche beherbergt eine beeindruckende Wenthin-Orgel. Regelmäßige Führungen mit Orgelspiel lassen einen Besuch unvergesslich werden.

Sehenswert in Groothusen ist die Osterburg, eine ehemalige ostfriesische Häuptlingsburg. Noch heute wird diese von den direkten Nachfahren der Häuptlingsfamilie Beninga bewohnt. Im Innern finden Sie eine bedeutende Sammlung kultur- und kunsthistorischer Gegenstände.
Die Außenanlage ist als sogenannter Lost Garden von gartenkultureller Bedeutung. Dort gibt es ein gemütliches Hofcafé.

Jennelt
Das Krummhörner Dorf Jennelt bezeichnet sich auch als "Herrlichkeit" Jennelt.
In der historischen Kirche befindet sich eine kleine aber sehr bedeutende Kirchenorgel. Berühmt ist zumal die Gruft mit seinen Sarkophagen, mit dem Prunksarg des Feldmarschalls Dodo zu Inn- und Knyphausen.

Loquard
Loquard liegt auf einer historischen Warft(künstl.Wohnhügel), erste Erwähnung um 1000 n.Chr.. Die historische Kirche in Loquard deren Anfänge bis ins 13.Jh. reichen, schmückt ein geschnitzter Altar(um 1510) der einer flämischen Meisterwerkstatt zugeschrieben wird, eine Orgel von 1793 bringt mit ihrem "Windspiel" Wohlklang in Gottesdienst oder Konzert. Am Ende des Loquarder Tiefs (so heißen hier die Wasserläufe), dem Knockster Tief, lässt sich mit einer Pünte (Fähre) per eigener Muskelkraft übersetzen.

Manslagt
Manslagt ist ein idyllisches Warfendorf in der Gemeinde Krummhörn. Mitten im Dorf befindet sich die historische Kirche. Die spätgotische Kirche mit einer beeindruckenden Kanzel stammt aus Amsterdam aus dem Jahre 1714. Wie in anderen Dörfern der Krummhörn befindet sich auch in Manslagt eine Bootsanlegemöglichkeit für kleinere Boote.

Pewsum
Pewsum ist der größte Ort der Krummhörn. Hier befindet sich auch das Rathaus der Gemeinde. In Pewsum findet man gute Einkaufsmöglichkeiten für den Grundbedarf, wie auch zahlreiche Ärzte und einige Restaurants.

Mitten im Ort befindet sich die historische evangelisch-lutherische Nikolai Kirche mit freistehendem Glockenturm. Im Ortszentrum von Pewsum erstrahlt die Manninga Burg, eine Wasserburg aus dem 15. Jahrhundert, erbaut durch die Häuptlingsfamilie Manninga. Sie ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich.
Ganz in der Nähe befindet sich das Mühlenmuseum, mit Exponaten und Informationen über das ostfriesische Handwerk.

Pilsum
Berühmt geworden ist Pilsum durch seinen Leuchtturm. Dieser ist der kleinste (11m hoch), aber auch einer der bekanntesten Leuchttürme in Deutschland. Der rot-gelb geringelte Turm spielte schon in manchen Kinofilmen z.B. vom ostfriesischen Komiker Otto Waalkes eine Hauptrolle. Seit einigen Jahren ist es sogar möglich, im Pilsumer Leuchtturm zu heiraten.

Die Kreuzkirche aus dem 12. Jahrhundert ist ein nationales Baudenkmal. Der Turm ruht inmitten der Kirche auf Vierungspfeilern. Von Greetsiel aus werden regelmäßig Schifffahrten nach Pilsum mit dortiger Führung durch die Kreuzkirche angeboten. Im Ort gibt es ein Restaurant, einen kleinen Bootshafen und viele kleine Galerien. Im nahegelegenen Käsehof kann man selbsthergestellten Käse kaufen und zu bestimmten Terminen die Käserei besichtigen.

Rysum
Dieses kleine romantische Rundwarfendorf beherbergt in seiner sehenswerten Kirche eine der ältesten bespielbaren Orgeln weltweit aus dem Jahr 1457.

In der Nähe der Kirche steht die alte historische Windmühle, die vor einigen Jahren wieder aufgebaut und restauriert wurde. Regelmäßig werden hier Mühlenvorführungen und Kulturveranstaltungen angeboten.
Der Höhepunkt im Jahr ist der alljährlich am 1. Sonntag im September stattfindende Rysumer Bauernmarkt. Im Ort befinden sich zudem ein Restaurant in einem ehemaligen Gulfhof sowie eine Galerie.

Upleward
Das Warfendorf Upleward machte vor einigen Jahren internationale Schlagzeilen mit seinem Strand ohne Meer. Der hinterm Deich geplante Strand mit seiner Spiel- und Sportanlage als sogenannter "Trockenstrand". Eine Erfindung" die wohl nur so in Ostfriesland möglich war. Heute ist diese ca. 1ha große Freizeitanlage mit Strandkörben, 2 Beachvolleyballfeldern, Grillplatz und einem Abenteuerspielplatz ein beliebter Ausflugsort für Familien.

Hier finden auch Veranstaltungen wie das traditionelle Drachenfest, das Beachvölkerballturnier und seit einigen Jahren auch im Uplewarder Watt, die alljährliche berühmte Schlickschlittenrennen "Wältmeisterschaft" statt. Außerdem ist am Uplewarder Trockenstrand auch der Treffpunkt für die Wattwanderungen.

Im Ortskern von Upleward befindet sich auf der Warf die gotische Kirche mit einem kostbaren Altar.

Uttum
Das Warfendorf Uttum der Krummhörn. Ein Spaziergang durch den historischen Ortskern führt u. a. an einem Steinhaus von 1597 und an der herrlichen Kirche von 1250, die einen Taufkessel von 1474 beherbergt, vorbei, sowie an einer Orgel aus der Vorbarockzeit.
Mit etwas Glück besteht die Möglichkeit, ein Orgelkonzert auf der imposanten Uttumer Orgel mit zu erleben.
Wie viele andere Dörfer in der Gemeinde Krummhörn ist auch dieses Warfendorf auf dem Wasserwege über das umfangreiche Kanalsystem erreichbar.

Außerdem beherbergt das Dorf eine Murmelarena, in der jedes Jahr die ostfriesischen Murmelmeisterschaften ausgetragen werden.

Visquard
Wohl in kaum einem anderen Warfendorf in der Gemeinde Krummhörn nimmt man so deutlich war, dass Visquard auf einem Erdhügel (Warf) liegt, der vor vielen hundert Jahren von Menschen zusammengetragen wurde, um sich vor dem Meer zu schützen. Funde von Urnen weisen auf ein hohes Alter dieses Warfendorfes hin. Auch in Visquard steht eine sehenswerte Kirche. Ein altes Steinhaus zeugt von guten Zeiten.
Da Visquard über einen Bootsanleger verfügt, ist auch dieses Warfendorf auf dem Wasserwege zu erreichen.

Woltzeten
Woltzeten ist mit ca. 200 Einwohnern das kleinste Dorf der Krummhörn. Das Dorf wurde etwa im Jahre 1000 als "Wollstation" bezeichnet, da es ehemals an den Wolden (Sümpfe) lag.
Die kleine Kirche von 1727 ist, im Vergleich zum Glockenturm, wesentlich jünger.
In der direkten Nähe von Woltzeten stand das Kloster Blauhaus, ein Nachbau des Klosters Langen, das 1300 wegen einer Sturmflut aufgegeben werden musste.  Wegen des blauen Daches erhielt es den Namen "Kloster Blauhaus". 160 Nonnen lebten dort. Bis 1610 konnte sich das Kloster dort behaupten. Kurz nach der Reformation wurde es jedoch mit Beschlag belegt. 1565 kam die Klosterorgel in die "Große Kirche" nach Emden. Die Glocken wurden zu Geschützen verarbeitet. 1710 wurde der Standort verkauft. Heute stehen dort 2 Gehöfte und erinnern an das Kloster.

Woquard
Die Kirche Woquards ist von 1789 und somit eine der jüngsten Kirchen der Krummhörn.
Die Farben blau und gelb in seinem Wappen weisen auf das schwedische Königshaus hin und erinnern an die schwedische Gräfin Katharina, die 1565 die Manningaburg in Pewsum zusammen mit ihrem Gemahl Graf Edzard II  gekauft hat. Auf der Westseite der Kirche soll einst die Burg von Woquard gestanden haben. Der Sage nach hat ein Pewsumer Häuptling diese Burg komplett zerstört

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